Deutschlandtag 2015 der Jungen Union in Hamburg

Die Junge Union Wolfsburg war live beim Deutschlandtag 2015 dabei

Vom 16.-18. Oktober 2015 trafen sich JUler aus allen Regionen Deutschlands zum jährlichen Deutschlandtag der Jungen Union, der dieses Jahr im Congress Center Hamburg statt fand. Der Deutschlandtag ist vergleichbar mit den Bundesparteitagen der etablierten Parteien und dient auch zur Diskussion von Leit- und Sachanträgen. Nachdem der Kreisverband Wolfsburg in den letzten Jahren nicht mit Gästen auf den Deutschlandtagen vertreten war, ist dieses Jahr unser Schatzmeister Manuel Schwonberg nach Hamburg gereist und als Gast am Deutschlandtag 2015 teilgenommen. Auf Facebook hatten wir schon live über die einzelnen Redebeiträge berichtet und nun folgt hier der ausführliche und zusammenhängende Bericht.
Begonnen hat der Deutschlandtag bereits Freitagabend und kurz nach der Ankunft folgte sogleich das erste Hightlight des Deutschlandtags 2015. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm sich über eine Stunde Zeit, um den Gästen und Delegierten ihre Position zur Flüchtlingskrise darzulegen und danach noch auf Fragen und Anregungen der Gäste und Delegierten einzugehen. Zunächst einmal finden es super, dass sich die Bundeskanzlerin so lange Zeit genommen hat, um ihre Position zu erläutern und unsere Fragen zu beantworten. Dabei warb sie mit Nachdruck für eine humanitäre und hilfsbereite Politik und sprach sich klar gegen eine Obergrenze aus, die u.a. von der JU Bayern immer wieder gefordert wurde. Sie verwies darauf, dass man das Problem nur gemeinsam und europäisch lösen könnte, wofür sie Zuspruch erhielt.
Danach gab es dann politisches Kontrastprogramm mit Andreas Scheuer, dem Generalsekretär der CSU, der vor einer Überforderung Deutschlands warnte und dabei vor allem von der JU Bayern viel Zuspruch erhielt, während wir seinen Redebeitrag eher kritisch sahen und Merkels Argumente als weitaus überzeugender beurteilen.
Nach einer partybedingt eher kurzen Nacht folgte am Samstagmorgen schon das nächste Highlight mit der Rede der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, wobei sich der Saal im Laufe der Rede immer schneller füllte. Sie sprach über die sicherheitspolitischen Herausforderungen und thematisierte dabei zum Beispiel den sogenannten „cyber war“ als ein wesentliches Zukunftsthema für die Bundeswehr, wobei sie diesem Thema einen großen Stellenwert einräumte.
Dazwischen folgten dann intensive und kontroverse Diskussionen zu Leit- und Sachanträgen. Dabei standen Themen wie die „Homo-Ehe“ und eine Obergrenze für Flüchtlinge in Deutschland zur Debatte, wobei sich die Meinung des niedersächsischen Landesverbands leider bei keinem der beiden Themen durchsetzen konnte.
Anschließend folgten mit Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sowie CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber zwei weitere Highlights mit prominenten Rednern. Oettinger rief vor den Gästen und Delegierten insbesondere zu mehr Mut in Deutschland auf, um Deutschland im Vergleich zu den expandierenden und innovativen amerikanischen Großkonzernen weiterhin kokurrenzfähig zu halten, insbesondere in Bezug auf die Autoindustrie. Dr. Peter Tauber stellte sich anschließend für ein neues Format zur Verfügung und musste auf dem heißen Stuhl Fragen beantworten, die User über Twitter stellen konnten. Der CDU-Generalsekretär machte das lustige Spiel bereitwillig mit und so erfuhren die Anwesenden allerlei Anekdoten aus seinem Lebenslauf.
Nach einer aufgrund der Samstagabendparty noch kürzeren Nacht, ging es am Sonntagmorgen gleich mit den Reden und Antragsberatungen weiter. Sehr überzeugend fanden wir den engagierten Auftritt von Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der lange und engagiert für ein offenes und humanitäres Europa warb und sich klar gegen eine Obergrenze aussprach.
Die weitere Zeit bis zum Mittag verging mit Antragsberatungen wie im Flug und da es um 14 Uhr immer noch so viele Anträge gab, dass man dafür noch einen weiteren Tag benötigt hätte, wurde beschlossen diese auf einem eigenen Zukunftskongress zu diskutieren, schließlich waren in in Hamburg auch Gäste aus Bayern, am Sonntag noch zurück fahren mussten.
Der Deutschlandtag war eine hochinteressante Erfahrung mit prominenten Rednern, auf der wir viele neue Impulse bekommen haben. Auf dem nächsten Deutschlandtag werden wir auf jeden Fall wieder dabei sein.

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